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Flydubai-Flug: Wie Pilot und Passagiere eine Katastrophe verhinderten
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Bei dem Flug FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv kommt es im Cockpit zum Kampf.
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Der Co-Pilot versucht, gewaltsam das Flugzeug unter seine Kontrolle zu bringen.
Ein Sturzflug von über 5000 Metern: Nur die Geistesgegenwart des Piloten und das beherzte Eingreifen mehrerer Passagiere verhindern eine Katastrophe
Flugdaten bestätigen, dass die Maschine in nur einer Minute um 17 400 Fuss (5300 Meter) absackt.
Der Passagier Yaniv Hayoun, der mit ins Cockpit eindringt, berichtet später dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu, der Co-Pilot habe versucht, die Steuerinstrumente zu zerstören, um das Flugzeug zum Absturz zu bringen.
Dann habe er das Flugzeug am Steuerknüppel hochgezogen, wie er es in einer Fernsehshow gesehen hatte, sagt Hayoun.
Zwei andere Piloten der Airline, die mit an Bord sind, übernehmen daraufhin die Kontrolle des Flugzeugs.
Mehrere Passagiere helfen, den Co-Piloten zu überwältigen und mit Kopfhörerkabeln und Kabelbindern zu fesseln.
Unter ihnen ist der Zahnarzt Shota Musaev.
Musaev sagt später, Machchhar habe Schnitte an Kopf und den Händen gehabt, die fast komplett durchtrennt waren, und viel Blut verloren.
Trotz Schäden am Heck landet das Flugzeug sicher in Tabuk
Um 8 Uhr 31 sendet des Flugzeug laut der Plattform Flightradar24 das allgemeine Notfallsignal 7700, sieben Minuten später dann den Transpondercode 7500, der einen unrechtmässigen Eingriff signalisiert.
Nach einer Schlaufe über Jordanien kehrt die Boeing nach Saudiarabien zurück.
Netanyahu würdigt den indischen Piloten Machchhar als «wahren Helden», der das Leben der 174 Menschen an Bord gerettet habe.
Obwohl schwer verletzt, habe sich der Pilot zur Wehr gesetzt, die Tür zum Cockpit geöffnet und so Passagieren und Crewmitgliedern ermöglicht, den Angreifer zu überwältigen und eine Katastrophe zu verhindern.
Über den Angreifer und seine Motive ist nichts bekannt
Laut indischen Medienberichten hatte er zunächst Textilwirtschaft studiert, um die Textilfirma der Familie zu übernehmen, sich aber mit 19 entschieden, Pilot zu werden.
Nach der Ausbildung in Neuseeland heuerte er bei der indischen Billigfluglinie SpiceJet an, für die er elf Jahre lang arbeitete, bevor er zu Flydubai wechselte.
Dort ist er mit für die Ausbildung anderer Piloten zuständig.
Mit 9750 Flugstunden ist er ein erfahrener Pilot.
Es wurde bisher nur mitgeteilt, dass er omanischer Staatsbürger sei.
Eigentlich dürfen in Israel nur Piloten landen, die aus Ländern stammen, die mit Israel diplomatische Beziehungen unterhalten.
Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.
In Indien wird der Pilot Machchhar derweil als Held gefeiert.
Sein Handeln habe alle Inder stolz gemacht, erklärte Modi.
Die indische Botschaft in Riad teilte mit, Machchhar sei im Spital in Tabuk in Behandlung, sein Zustand sei stabil.
Seine Angehörigen sind laut Medienberichten an seiner Seite.