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Strassenproteste in Europa: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Proteste in Europa: Warum so viele Menschen derzeit auf die Strasse gehen
In zahlreichen Städten kam es zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen.
In Limoges setzten Randalierer das denkmalgeschützte Rathaus in Brand.
Premierminister Sébastien Lecornu sprach von einem «entsetzlichen Ausmass an Gewalt».
Die Behörden meldeten fast 1000 verletzte Polizisten und Feuerwehrleute sowie mehr als 2000 Festnahmen.
Präsident Emmanuel Macron kündigte am Sonntagabend ein hartes juristisches Vorgehen gegen die Gewalttäter an.
«Wer zerstört hat, muss dafür bezahlen», sagte Macron in einer Fernsehansprache.
Die Regierung wolle die Probleme der Demonstrierenden angehen, kündigte Macron an.
Angesichts der hohen Staatsverschuldung müsse die Regierung zudem ihre Ausgaben begrenzen.
Zuvor hatte die Regierung Menschen mit niedrigem Einkommen bereits Tankhilfen und Zuschüsse zu den Energiekosten gewährt oder zugesichert.
Was treibt die Menschen in Italien auf die Strasse?
Seit Mitte Oktober protestieren Jugendliche gegen Missstände an Schulen und Universitäten.
Am Samstag (17. 10.) gingen zudem Tausende Menschen gegen die hohen Lebenshaltungskosten auf die Strasse.
Wie in Frankreich überschatteten Ausschreitungen die Proteste.
Besonders heftig waren die Zusammenstösse in Mailand.
Zudem errichteten sie Barrikaden, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag berichtete.
Demonstrierende warfen Steine und Feuerwerkskörper auf Polizisten.
Allein in Mailand wurden laut Ansa mindestens vier Polizisten und zwanzig Demonstranten verletzt.
Die Polizei nahm laut Angaben 160 Personen fest.
Italiens rechtskonservative Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilte die Gewalt.
«Demonstrieren ist ein Recht, aber unsere Städte in Brand zu setzen, nicht», sagte sie.
Was sorgt in Albanien für Proteste?
In Albanien richtet sich der Protest gegen Missstände an den Hochschulen und gegen die Regierung.
Die Demonstranten fordern den Rücktritt des sozialistischen Ministerpräsidenten Edi Rama, der Albanien seit 2013 regiert.
Ministerpräsident Edi Rama kündigte an, der Staat werde sich von Steinen und Molotowcocktails nicht einschüchtern lassen.
Diese wolle verhindern, dass Albanien der EU beitrete, erklärte Rama laut albanischen Medienberichten.
Die Schülerdemonstrationen haben sich in Belgien mit gewerkschaftlichen Protesten gegen Sparmassnahmen der Regierung vermischt.
Die Polizei setzte laut internationalen Medien Wasserkanonen und Tränengas ein.
Es handle sich nicht mehr um einen Protest, schrieb der belgische Innenminister Bernard Quintin danach auf X. «Es handelt sich um reine Gewalt, die organisiert und wiederholt ausgeübt wird, mit dem Ziel, unsere Gesellschaft zu destabilisieren.»
C’est de la violence pure et simple, organisée et répétée pour déstabiliser notre société.
Die Demonstrierenden forderten höhere Löhne und Renten, Preiskontrollen für lebensnotwendige Güter und günstigen Wohnraum.
Im Anschluss an die Kundgebung haben Aktivisten in Lissabon dieses Wochenende ein Protestcamp mit mehreren Dutzend Zelten aufgeschlagen.