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Papst Leo XIV hat Lungenkrebs: Das ist über Befund und Operation bekannt
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Ärzte entfernten dem 71-Jährigen im Gemelli-Spital den unteren rechten Lungenlappen.
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Die Operation verlief laut Ärzteteam ohne Komplikationen.
VatikanPapst Leo XIV hat Lungenkrebs: Das ist bis jetzt bekannt
Dem Papst wurde der untere Lappen der rechten Lunge entfernt, die Operation verlief laut Ärzten ohne Komplikationen.
Dies gaben die Ärzte des 71-Jährigen am Abend nach einer Operation in der Gemelli-Klinik von Rom bekannt, dem Spital der Päpste.
Demnach musste dem Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken der untere Lappen der rechten Lunge entfernt werden, weil sich dort ein Knoten befand.
Dabei stellte sich heraus, dass es sich um ein sogenanntes Lungenadenokarzinom handelt.
Erst am Sonntag hatte der gebürtige US-Amerikaner öffentlich gemacht, dass bei einer Routinekontrolle in seiner Lunge ein solcher Knoten gefunden worden war.
Nur zwei Tage später wurde Leo bereits operiert – was bereits darauf hindeutete, dass Grund zur Sorge bestand.
Bei dem Eingriff bestätigten sich nun die Befürchtungen, wie das Ärzteteam um die beiden Italiener Luigi Carbone und Stefano Margaritora mitteilte.
Der rechte untere Lungenlappen wurde nun vollständig entfernt.
Auf diese Weise sollte sichergestellt werden, dass von dem Tumor nichts mehr übrig ist.
Die Operation an sich verlief nach Angaben der Ärzte «erfolgreich» und ohne Komplikationen.
Der Eingriff sei mit «videoassistierter Technik» erfolgt.
Dabei werden in der Regel mehrere kleine Schnitte in den Brustkorb gemacht, durch die dann eine Minikamera und chirurgische Instrumente eingeführt werden.
So muss nicht der gesamte Brustkorb geöffnet werden.
Neben Papst Leo XIV. leidet auch einer seiner älteren Brüder nach Angaben von dessen Ehefrau unter einer Krebserkrankung.
Der in Florida lebende Bruder des Kirchenoberhaupts, Louis Prevost, werde wegen eines multiplen Myeloms in einem Spital behandelt, sagte seine Ehefrau Deborah Prevost dem US-Sender CBS.
Bei einem multiplen Myelom handelt es sich um eine bösartige Erkrankung, die die Blutbildung im Knochenmark beeinflusst.
Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe verändern sich dabei Zellen der eigenen Körperabwehr (Plasmazellen) anormal.
Zu den Risikofaktoren zählt ein hohes Lebensalter.
Insgesamt habe sich der Papst etwa drei Stunden im OP-Saal befunden, so die Ärzte.
Nach dem Aufwachen durfte er in sein Zimmer im zehnten Stock zurück, wo es einen eigenen Trakt für Päpste gibt.
Nach Angaben von Vatikansprecher Matteo Bruni war der Papst sofort wach und orientiert.
Offen blieb, wie es mit seiner Therapie weitergeht.
Das hängt entscheidend davon ab, ob noch Krebszellen im Körper vorhanden sind.
Bis zu der überraschenden Mitteilung waren keinerlei gesundheitliche Probleme des 267.
Leo hält sich mit Tennis, Schwimmen und regelmässigen Übungen fit.
Mit seinen 71 Jahren ist er immer noch ein verhältnismässig junger Pontifex.
Bei seiner Wahl im Mai vergangenen Jahres wurde gemutmasst, dass er ein langes Pontifikat vor sich haben werde, möglicherweise mehrere Jahrzehnte lang.
Im Gemelli-Spital wurden auch schon andere Päpste behandelt wie Johannes Paul II. aus Polen oder Leos unmittelbarer Vorgänger Franziskus.
Die Pontifexe haben dort einen eigenen Trakt, in dem sie rund um die Uhr versorgt werden.
Franziskus lag dort bis kurz vor seinem Tod mit 88 Jahren im April 2025.
Dem Argentinier fehlte bereits seit jungen Jahren ein Teil seiner Lunge.
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Wegen des Spitalaufenthaltes wurden alle Audienzen bis Mitte nächster Woche abgesagt.
Auch die Teilnahme am Abschlussgottesdienst eines internationalen Bischofstreffens zu Ehe und Familie an diesem Mittwoch auf dem Petersplatz wurde gestrichen.
Ungewiss ist, wie es in den nächsten Wochen weitergeht.
Im November steht für den Papst eigentlich eine fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru auf dem Programm.
Zur Reise gehört ein Besuch der Stadt Cusco in 3400 Metern Höhe.
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Bei manchen Menschen führt diese Höhe zu Atemproblemen und zur Höhenkrankheit.
Mit der Bekanntgabe seiner Erkrankung zeigte Leo eine Offenheit im Umgang mit gesundheitlichen Problemen, wie das für Päpste längst nicht selbstverständlich ist.
Der Vatikan hielt früher den Gesundheitszustand der Kirchenoberhäupter streng unter Verschluss, solange die Leiden nicht offensichtlich waren – und manchmal auch noch dann.