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«Entsetzliche Gewalt» bei Protesten erschüttert Frankreich
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Schwere Ausschreitungen haben landesweite Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten in Frankreich überschattet.
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2.000 Menschen wurden festgenommen und 600 Polizisten und Feuerwehrleute verletzt, wie Innenminister Laurent Nuñez sagte.
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Inzwischen gibt es für den 5. November den Aufruf zu neuen Protesten.
Die Schäden seien immens, insbesondere für Hunderte betroffene Geschäftsleute, sagte der Innenminister.
In der rund 130.000-Einwohner-Stadt Limoges wurde das prächtige, unter Denkmalschutz stehende Rathaus in Brand gesetzt und schwer beschädigt.
«Dank der Einsatzmassnahmen konnte der hintere Teil des Gebäudes gerettet werden», sagte der Präfekt des Départment Haute-Vienne, Maurice Barate, dem Sender BFMTV.
Den Protesten und Demonstrationen schlossen sich verschiedene Gruppierungen an.
Landesweit beteiligten sich nach Angaben des Innenministeriums 550.000 Menschen, darunter 110.000 in Paris.
Die Gewerkschaft CGT sprach von 800.000 Teilnehmern.
Darunter waren Schüler und Studenten, die seit Wochen für bessere Lernbedingungen demonstrieren.
Bei dem Protestaufruf, der keiner Organisation klar zuzuordnen war, ging es auch um hohe Spritpreise, niedrige Löhne, die grosse Zahl von zu Niedriglöhnen Beschäftigten sowie Probleme der Landwirtschaft und der Feuerwehr.
Im Alltag ist es ziemlich anstrengend, ständig alles durchrechnen zu müssen», sagte sie dem Sender RTL.
Im Zentrum von Paris waren Strassen mit Unrat, demolierten Fahrrädern und Gegenständen aus geplünderten Läden übersät.
«Ich habe Dinge miterlebt, die mich in rasende Wut versetzt haben: Randalierer, die Geschäfte am Fusse von Wohngebäuden in Brand gesteckt haben», sagte er dem Sender BFMTV.
Premierminister Lecornu sagte, die Polizei habe sich den ganzen Tag lang «einer besonders gewalttätigen Ultralinken» gegenübergesehen, «einer sehr gut organisierten, undurchsichtigen Gruppe, die methodisch versuchte, Eigentum, Personen, aber auch die Institutionen der Republik anzugreifen», sagte Lecornu.
Präsident Emmanuel Macron drohte den Verantwortlichen mit Konsequenzen.
«In unserer Republik ist kein Platz für Gewalt», sagte er.
«Diejenigen, die sowohl Präfekturen als auch Geschäfte zerstört und angegriffen sowie sogar unsere Rathäuser geplündert haben, werden strafrechtlich verfolgt und bestraft.»
«Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, was ich mir in dieser Stadt niemals hätte vorstellen können, zu erleben», sagte der Bürgermeister von Marseille, Benoît Payan.
Vor dem Protesttag hatte es im Internet einen Aufruf zu einer Neuauflage der sogenannten Gelbwestenbewegung gegeben.
Die Schülerproteste der vergangenen Wochen hatten tatsächlich zu Sorge bei der Regierung geführt, dass die Demonstrationen in breite Proteste münden könnten.
Der Gelbwestenprotest, der so heisst, weil viele der Beteiligten gelbe Warnwesten trugen, hatte Frankreich 2019 längere Zeit in Atem gehalten.
Umfragen sehen in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl seit langem die rechtsnationale Kandidatin Marine Le Pen in Führung, mit zuletzt rund 34 Prozent.